Klavierkunst für Oberhaching


Aktuelles Konzert am 18.5.

Paris -New York

Ein Klavierabend mit Christian Elsas

Werke von Gershwin, Debussy, Satie, Joplin u.a.

Samstag, 18.5.2019 19.00 Uhr

Bütgersaal beim Forstner, Oberhaching

Konzert mit Kinderbetreuung in der Ballettschule Jacqueline

Christian Elsas,

 

 

 

erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von 6 Jahren. Seine künstlerische Reifeprüfung (Diplom) legte er 1972 an der Musikhochschule in Frankfurt/Main ab, sein Konzertexamen 1977 an der Musikhochschule in Hannover.

 

 

 

Er gehört zu den wenigen Pianisten, deren Spiel nicht nur durch äußerliche Virtuosität, sondern durch Sensibilität und Tiefe des Empfindens überzeugt. Abseits vom Trend einer stromlinienförmigen Interpretation ist die menschliche Wärme kennzeichnend für seine Musikauffassung, mit der er an die Tradition der alten Pianistengeneration anknüpft.

 

 

 

Zu seinen Lehrern gehören so bekannte Musikpädagogen wie N. Magaloff (Genf), S. Neuhaus (Moskau/ Wien), G. Agosti (Rom, Sienna) sowie H. Leygraf (Stockholm, Hannover, Berlin, Salzburg). Während seiner Studienzeit war Elsas Stipendiat mehrerer renommierter Stiftungen und Gewinner von Wettbewerben.

 

 

 

Elsas, der seit seiner Jugend ununterbrochen auf dem Podium steht, bereiste fast alle europäischen Länder einschließlich des ehemaligen Ostblocks. Konzertmitschnitte, Studioaufnahmen sowie Fernsehaufzeichnungen begleiteten seinen künstlerischen Weg. Für seine Verdienste im Konzertleben und Jahrzehnte lang Lehrender an der Frankfurter Musikhochschule und zeitweilig auch noch parallel dazu an der Musikhochschule in Mainz wurde ihm vom Land Hessen der Professorentitel verliehen.      

 

 

 

Neben seinen Soloauftritten – anknüpfend an eine zusätzliche Kammermusikausbildung und ein Cellostudium – widmet er sich auch der Kammermusik, wo er zunächst sein Augenmerk auf die großformatige Besetzung Klavierquintett/ - sextett, richtete und mit renommiertesten Streichquartetten und Bläserquintetten zusammenarbeitete.

 

Hier bilden die Verschmelzung von Klavier- und Ensembleklang einerseits und die Führungsrolle bei Solopartien andererseits wirkungsvolle Gegenpole, die Elsas‘ Kammermusikspiel neben einer bis ins Detail ausgeloteten dynamischen Differenzierung eine besondere Note und charakteristische Prägung geben.

 

 

 

Seine bis ins Feinste ausgefeilte Klangtechnik, sein Sinn für Rhetorik, die den Flügel sprechen und singen lässt sowie seine geistige Durchdringung der jeweiligen Komposition werden von den Rezensenten besonders hervorgehoben.

 

 

 

Im Laufe der Jahre wuchs der Wunsch, neben den großformatigen auch die z.T. ganz andere künstlerische Fragestellungen aufwerfenden kleineren Besetzungen Duo, Klaviertrio, Klavierquartett wieder ins Repertoire aufzunehmen. Dies beflügelte ihn im Jahre 2003 das ensemble encore zu gründen, das bereits ein Jahr später, im Jubiläumsjahr Dvořáks, einen festen Platz im Konzertleben erringen konnte, nicht zuletzt deshalb, weil es, der Gründungsidee folgend, die wechselnden Besetzungen favorisiert, um die Farbigkeit und Spannung am Konzertabend zu erhöhen.

 

 

 

Daneben reizen Elsas auch immer wieder Genregrenzen überschreitende Projekte. So gestaltete er bereits zu Beginn der 90er Jahre literarisch-musikalische Abende gemeinsam mit einem inzwischen verstorbenen Schriftsteller, so dass diese Projekte für eine längere Zeit zum Erliegen kamen. Seit einigen Jahren hat er diese sehr interessante und reizvolle Kombination wieder aufgenommen, wobei alle seine Produktionen von einer engen Verzahnung von Wort und Musik gekennzeichnet sind. Seine Partner bei diesen Abenden sind jetzt vorwiegend angesehene und berühmte Schauspieler.

 

 

 

Elsas ausgedehntes Repertoire reicht von Bach bis zur Moderne, zahlreiche Werke wurden für ihn komponiert oder sind ihm gewidmet.  Die Verbindung von Personalstil mit Texttreue, formalem Gestaltungswillen mit Gespür für klangliche Valeurs machen die Eigenart seines Spiels aus, das die Virtuosität in den Dienst der jeweiligen Komposition stellt. Diese Einstellung  zur Musik manifestiert sich auch in seiner Ruhe ausstrahlenden Körperhaltung, die auf jegliche Äußerlichkeiten und Manierismen verzichtet und so den Blick ausschließlich auf die Komposition richtet, das Ohr für die glaubwürdige Ernsthaftigkeit der Interpretation  schärft.

 

 

 

 

 

Paris - New York

 

Dieser Abend setzt sich insgesamt aus Kompositionen  zusammen, die in dem Zeitraum von 1890 bis ca. 1930 in den musikalischen Zentren  Paris und New York geschrieben wurden. Das Programm mit Werken  Gershwins, dessen verschiedenartige und vielfältige Gesichter  ebenso schlaglichtartig vorgestellt werden, wie die  seiner Zeitgenossen  Debussy und Satie sowie dem  Vater des Rag, Scott Joplin, ist nicht nur  besonders kurzweilig, sondern bietet überdies überraschende Einblicke in die Szene.

So vermutet man z.B. bei Debussy und Satie  keine Rags und umge-kehrt bei Gershwin  sicherlich keine Romantik  die auf Rachmani-nov verweist. All diese und andere - z.T. witzige Überraschungs- momente machen den Reiz dieses ungewöhnlichen Programms aus. Zugleich zeigt es damit auch das jeweilige musikalische Umfeld und über die biographischen Verbindungen hinausgehend die gegenseitigen Wechselwirkungen und Einflüsse.

 

 

 

Eintritt: 16€, ermässigt 12e, Schüler 5€

Karten: www.oberhaching.de und an den üblichen Vorverkaufsstellen